Das Gott Experiment

Die vollständige Zitatsammlung zum „Gott-Experiment“, wie die Vorab-Übungsgruppe sie von Safi Nidiaye erhalten hat.

 

Safi Nidiaye
Das Gott-Experiment
Eine Erfahrung, die alles verändern kann
Integral-Verlag 2014

Das Buch enthält eine Vielzahl von Zitaten von großen Mystikern und Wissenschaftlern, die zur Durchführung des Experiments gehören und verschiedenen Themenbereichen zugeordnet sind. Safi Nidiaye hat eine Gruppe von Freunden gebeten, vor Fertigstellung des Buches das Experiment durchzuführen und im Buch darüber zu berichten. Die Zitatsammlung, die dieser Vorgruppe zur Verfügung gestellt wurde, ist im wesentlichen identisch mit der Zitatsammlung im Buch, jedoch ist sie ein wenig umfangreicher. Hier die vollständige Sammlung.

 

Die Vorbereitungsphase / Zum Geleit

Religiöser Glaube kann sehr steril werden, und viele Menschen verlassen ihn, da er grundfalsch dargestellt wird, als ein dogmatisches Konzept, an das man zu glauben hat. Dennoch suchen wir unaufhörlich nach jener unbekannten Größe, die den Hintergrund oder Untergrund unseres Lebens bildet… Wir spüren, dass es noch etwas anderes gibt, hinter allem Geschehen, etwas, das sich selbst fortlaufend in unsere Existenz projiziert, und wir haben den Wunsch, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Nur wissen wir nicht, wie es geschehen kann.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

„Ist es möglich, zu glauben, man könne einen Gott haben, ohne ihn zu gebrauchen?“
Rainer Maria Rilke, Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

 

Das Experiment / Zum Geleit

Willst du dich aufmachen, um Uns zu finden, so werden Wir uns aufmachen, dich zu empfangen.
Hazrat Inayat Khan, Gayan, Vadan, Nirtan

 

Vier Zitate zum Thema Meditation.

Wenn du meditierst, denke dass du so sehr Teil des Universums bist, dass deine Gedanken die Art sind, wie das Universum durch dich denkt.
Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz

Ich entdecke das göttliche Bewusstsein als Urgrund meines eigenen Bewusstseins.
Frei nach Ibn’Arabi

 

Wenn du dich hinsetzt
zur Meditation,
so feiere mit Mir.
Wenn du dich erhebst
aus der Meditation, so feiere mit Mir
alles, was du tust.
Alles ist Fest für Mich,
wenn du Mich einlädst.
Denn für Mich ist alles neu.
Safi Nidiaye, Den Weg des Herzens gehen

 

Voller Vorfreude eile ich
zu meinem Rendezvous mit mir selbst,
meinem morgendlichen Stelldichein
mit meiner Seele,
meinem Gott,
meinem allerheiligsten Selbst,
meinem Geliebten.
Mein Freund wartet,
ich weiß es;
aber nicht immer spricht er zu mir.
Die einzige Möglichkeit,
ihn aus seiner Stummheit herauszulocken,
ist die,
ganz und gar ehrlich zu sein.
Nur auf die Wahrheit,
die ganze Wahrheit meines Herzens,
antwortet Er.
Safi Nidiaye, Meditationen für den Morgen, für den Abend

 

Anregungen zur Experimentzeit

Man muss sich davor hüten, das Gespräch mit Gott… als etwas lediglich neben oder über dem Alltag sich Begebendes zu verstehen. Gottes Sprache an die Menschen durchdringt das Geschehen in eines jeden von uns eigenen Leben und alles Geschehen in der Welt um uns her… und macht es für dich und mich zu Weisung, zu Forderung…
Martin Buber, Ich und Du

 

Eine spirituelle Lebenshaltung im tiefsten Sinne als intuitive Aufmerksamkeit macht uns in jedem Moment unsere Göttlichkeit bewusst. Sie öffnet uns einer angstfreien Beziehung zum Leben, in welcher wir schließlich die subtilen Selbstkontrollen verstehen können, die unsere Lebendigkeit einschränken. Das Herz wird losgebunden, der Kern unseres Wesens entspannt. Plötzlich wird das gesamte Leben zum Gottesdienst: all unsere Kämpfe, unsere Zweifel, unser Tätigkeitsdrang, unsere Ziele, unsere Läuterung, unser Werden – alles ist Gottesdienst. Wir brauchen dann keine Formel mehr, es gibt keinen deutlichen Abstand zwischen uns selbst und unserem höchsten Potential.
Richard Moss, Der schwarze Schmetterling

 

Mache Gott zur Wirklichkeit, und er macht dich zur Wahrheit.
Hazrat Inayat Khan

 

Das Experiment / Zum Ausklang

Wir erwachen aus unserem Standpunkt und haben Zutritt zum Denken Gottes – und erkennen dadurch, dass wir das göttliche Wesen sind. Diese Erkenntnis ist es, die unser Wesen verwandelt…Wohin man geht, bringt man diese Einstimmung, dieses Bewusstsein, diese Erkenntnis mit sich. Es ist das letzte Ziel des spirituellen Lebens. Wir sind eingeladen, dieses Werk zu vollbringen, und vielleicht ist es der Bewusstseinszustand der zukünftigen Menschheit. Wir sind auf dem Weg dorthin; und wer einmal davon gekostet hat, der erkennt, dass es allein darum geht. Es ist der Grund, warum wir geboren sind.
Pir Vilayat Khan

ZITATE GRUPPE 1 (Inspirationen zum Thema „Wer oder was ist Gott“)

Ich war ein verborgener Schatz und liebte es, entdeckt zu werden,
und deshalb schuf ich die Welt, damit man Mich erkenne.
Hadith qudsi = Ausspruch, der Gott zugeschrieben wird, kundgetan vom Propheten Mohammed

 

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Worte von Jesus

 

Er ist der Geist aller Seelen, der zu allen Zeiten als Gott personifiziert wurde.
Hazrat Inayat Khan

Richte den Stein auf, und daselbst wirst du Mich finden, spalte das Holz, und Ich bin dort.
Worte von Jesus, apokryphe Evangelien (Oxyrynchus)

 

Mein Leben ist eine Welle im Ozean Deines ewigen Lebens.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

…Und so sieht der Derwisch, anstatt Gott dort droben zu suchen, Ihn hier unten. Er erkennt, dass seine eigene Sehnsucht nach Gott eine Wiederspiegelung der Sehnsucht Gottes ist nach Seiner Liebe und Seinem Anblick durch den Menschen. Niemals denkt der Derwisch, er selbst hätte Sehnsucht. Gott allein ist der Sehnende, der Liebende, und Gott allein hat jene Sehnsucht, jenes Urverlangen, das alles Erstarrte in Bewegung setzt.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

In allen Manifestationen sieht er den einen lebendigen Gott, der auf unergründlichen Wegen wirkt. Er sieht, wie die Menschen gefangen sind in der Illusion ihres Lebens und nicht die Hand Gottes erkennen können, die hinter allen Dingen am Werk ist.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

So seht ihr Mich in euch, wie ein jeder von euch sich selbst im Wasser oder im Spiegel sieht.
Ausspruch Gottes, kundgetan von Jesus, Pseudo-Cyprian, De duobus montib.

Er muss leben, um der Spiegel zu sein, in dem Gott sich selbst erkennt.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Es ist das große Wunder des Lebens, dass Gott in uns Mensch geworden ist.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Wir haben Gott die Macht gegeben, sich durch uns zu manifestieren, so wie Er uns die Macht gegeben hat, durch Ihn zu existieren… Wenn Er uns Leben und Existenz durch sein Wesen gegeben hat, so gebe ich auch Ihm Leben, indem ich Ihn in meinem Herzen erkenne.
Ibn’Arabi (71)

Unsere Persönlichkeit hat ihre Wurzeln in der göttlichen Natur… Sie ist keine abgetrennte Wesenheit. Sie ist verbunden, verwurzelt in ihrem Ursprung, und sie wächst. Und wir können uns mit unserer Persönlichkeit identifizieren und gleichzeitig zu den Wurzeln dieser Persönlichkeit vordringen. Und wir werden finden, dass die Qualitäten der Persönlichkeit, je tiefer wir zu den Wurzeln gelangen, desto vollkommener werden. Es liegt darin ein Geheimnis: Sich nicht im Konzept der eigenen Begrenztheit einzuschließen und dann zu denken, dass Gott vollkommen ist, sondern zu begreifen, dass alles eine Ganzheit ist, die an einem Ende begrenzt ist, doch am anderen verbunden bleibt mit der Vollkommenheit…
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

 

Was ist Gott? Gott ist, was uns fehlt, um vollkommen zu sein.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

Jede Schönheit, die sich in Wesen manifestiert, ist ein Ausdruck Seiner vollkommenen Schönheit, aus der sie hervorgeht. Ohne den Spiegel, der ich bin, würde die Schönheit Deines geliebten Wesens nicht erscheinen. Der/die Liebende ist Gott, und der/die Geliebte ist Gott.
Jami, Sufi-Mystiker, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

Oh Gott, Du hast mich ersehnt: daher bin ich der Ersehnte und Du der Sehnende. Aber sei Du selbst der Ersehnte in mir und mache aus mir den Sehnenden.
Ibn Arabi, andalusischer Sufi-Mystiker, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

Immer denken wir von Gott als von einem anderen Wesen; wenn wir nur begreifen könnten, dass wir Gott sind! Es ist nicht einmal so, dass Er durch uns wirkt; Wir sind Er.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Erinnern Sie sich: Wir sind ein Zustand Gottes.
Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz

Gott träumt.
Gott träumt, er sei nicht Gott.
Gott träumt, er sei ich.
Ich bin ein Traum Gottes.
Ich bin Gott, der träumt, er sei ich.
Ich erwache als der, der ich bin.
Ich bin Gott.
Antje Besser-Anthony

 

Verstehe, worin du Er bist und worin du nicht Er bist; die Seele eines jeden Individuums ist Gott, aber der Mensch hat einen Geist und einen Körper, die Gott je nach ihrer Veranlagung enthalten.
Ibn’Arabi

Man wirft seinen Verstand nicht fort; man dringt ein in seine Grundlagen. Unser Verstand denkt „ich“ und denkt, das göttliche Bewußtsein sei etwas anderes. Sobald wir erkannt haben, dass das göttliche Bewusstsein jene Tiefe ist, aus der wir selbst hervorgekommen sind, wird es einfacher.. .Wir müssen auf jeden Fall über das Gefühl der Andersheit Gottes hinauskommen, das eine sehr gefährliche Vorstellung ist.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Es gibt nichts, das schöpferischer wäre als die Liebe. Sie erschafft ein Wesen aus dem Nichts. Liebe ist immer ein Geben seiner selbst, seines ganzen Wesens an ein anderes Wesen; und so gibt Gott sich selber in dich hinein. Er gibt sich nicht an dich, denn du existiert nicht, es sei denn durch Seinen Akt der Liebe; Sein Geben seiner selbst wird du.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Die göttliche Mutter offenbarte mir im Kali-Tempel, dass sie zu allem geworden ist. Sie zeigte mir, dass alles erfüllt ist von göttlichem Bewusstsein. Das Standbild war reines Bewusstsein, der Altar war Bewusstsein… alles war nichts als Bewußtsein, göttlicher Geist…
Ramakrishna, in: Hans Torwesten, Ramakrishna

Ah, meine Mutter! Wer ist sie? Sie ist die Mutter des Universums. Sie bringt die Welt hervor und erhält sie… Ein wahrer Sohn bleibt immer bei seiner Mutter. Diese weiß und kennt alles. Das Kind ißt nur, trinkt und ist fröhlich; es macht sich keine Sorgen um die Dinge dieser Welt.
Ramakrishna

Gott liebt seine Gälubigen. Er rennt hinter jemandem, der ihn liebt, her wie die Kuh hinter dem Kalb.
Ramakrishna

Das ist die Tiefe des spirituellen Lebens: das Gefühl der Heiligkeit. Es ist das, was man in Wahrheit unter Gott versteht.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Gott ist gegenwärtig in der geheimen Kammer des Herzens.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Willst du Gott verständlich machen, so musst du dir einen eigenen Gott schaffen.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

 

Du darfst nicht wähnen, dass deine Vernunft dazu aufwachsen könne, dass du Gott zu erkennen vermöchtest.
Meister Eckhart. Die deutsche Mystik, Gerhard Wehr (Hrsg.)

 

Du sollst ihn (Gott) lieben wie er ist: ein Nichtgott, ein Nichtgeist, eine Nichtperson, ein Nichtbild.
Meister Eckhart, Mystische Schriften

 

ZITATE GRUPPE 2 (die Dich dabei inspirieren können Deinen Vorsatz zu fassen)

Du beobachtest dich selbst mit fassungslosem Staunen, denn du siehst in dir die Manifestation des Einen, dem deine Liebe gilt – jenes Einen, dessen Liebe du fühlst in deiner eigenen Liebe für ihn. Und ebenso verwundern dich die Menschen, denen du begegnest, denn auch in ihnen erkennst du den Ausdruck genau derselben Liebe.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Die auf Gott eingestimmte Seele wird so schön wie Gott und beginnt, Gott in allem, was sie tut, auszudrücken, im Leben die göttliche Art auszudrücken.
Khwaja Abu Hashim Madani, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

Indem ich das göttliche Bewusstsein als den Zeugen auf dem Grund meines Bewusstseins entdecke, verleihe ich Gott eine Art der Erkenntnis. Indem ich die göttliche Natur, die der Grund meiner Persönlichkeit ist, verwirkliche, verleihe ich Gott eine Art des Seins. Indem ich das göttliche Bewusstsein als den Grund meines Bewusstseins entdecke, verleihe ich Gott eine Art des Seins. Indem ich die göttliche Natur, die der Grund meiner Persönlichkeit ist, verwirkliche, verleihe ich Gott eine Art des Erkennens.
Die vier hauptsächlichen Theoreme von Ibn’Arabi, formuliert von Pir Vilayat Khan (Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz)

Wir müssen uns über die Welt erheben, damit Gott in uns Wirklichkeit werden kann… Natürlich können wir Gott nur insoweit manifestieren, als wir Ihn kennen, und wir können Gott nur insoweit kennen, als wir Ihn in uns selber erkennen. Wir entdecken Ihn in uns.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Was immer das Herz berührt, erkennt es als Zeichen des Geliebten;  was immer es aufnimmt, als Nahrung des Geliebten; und was immer das Herz gibt, schenkt es dem Geliebten.
Safi Nidiaye, Die Stimme des Herzens

Warum verhält sich ein Mensch wie ein Äffchen und nicht wie ein Kätzchen? Der Affe muss sich durch eigene Anstrengung an die Mutter klammern, wenn sie herumspringt. Doch das Kätzchen sitzt nur da und miaut, bis die Mutter kommt und es am Nackenfell hochhebt. Das Affenkind verliert manchmal seinen Halt an seiner Mutter; und dann fällt es hin und verletzt sich.  Aber für das Kätzchen besteht diese Gefahr nicht, weil die Mutter es selber von einer Stelle zur anderen trägt. Da ist der Unterschied zwischen dem, der alles selber machen will, und dem, der sich ganz dem Willen Gottes ausliefert.
Ramakrishna, in: Hans Torwesten, Ramakrishna

Die Gottesbegegnung widerfährt dem Menschen nicht, auf dass er sich mit Gott befasse, sondern auf dass er den Sinn an der Welt bewähre. Alle Offenbarung ist Berufung und Sendung. Aber wieder und wieder vollzieht der Mensch statt der Verwirklichung eine Rückbiegung auf den Offenbarenden; er will sich statt mit der Welt mit Gott befassen…von Gott als von einem Es zu wissen glauben und von ihm reden… Im Ausgesandtsein bleibt Gott dir Gegenwart, der in der Sendung wandelnde hat Gott stets vor sich: je treuer die Erfüllung, um so stärker und stetiger die Nähe; befassen kann er sich freilich mit Gott nicht, aber unterreden kann er sich mit ihm.
Martin Buber, Ich und Du

Ich betrachte mein Handeln gegenüber jedem Menschen als ein Handeln Gott gegenüber, und das Handeln eines jeden Menschen an mir nehme ich als Handeln Gottes entgegen.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

Gib uns alles, was du hast, und Wir werden dir alles geben, was Unser ist.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

Auch wenn wir Gott alles geben wollten, könnten wir nur die augenblickliche Erfahrung unserer selbst geben. Darum liegt das Tor zu Gott oder zu unserem wirklichen Wesen im Erleben des Augenblicks. Wir selbst sind das einzige, das wir Gott geben können, unser unmittelbarer Zustand, was immer wir gerade erleben. .. und dabei ist es unwesentlich, ob wir uns gut oder schlecht fühlen, ob wir zufrieden sind oder nicht. Wenn wir mit diesem Verständnis zu leben beginnen, leben wir ein Leben des gläubigen Vertrauens.
Richard Moss, Der schwarze Schmetterling

Eine spirituelle Lebenshaltung im tiefsten Sinne als intuitive Aufmerksamkeit macht uns in jedem Moment unsere Göttlichkeit bewusst. Sie öffnet uns einer angstfreien Beziehung zum Leben, in welcher wir schließlich die subtilen Selbstkontrollen verstehen können, die unsere Lebendigkeit einschränken. Das Herz wird losgebunden, der Kern unseres Wesens entspannt. Plötzlich wird das gesamte Leben zum Gottesdienst: all unsere Kämpfe, unsere Zweifel, unser Tätigkeitsdrang, unsere Ziele, unsere Läuterung, unser Werden – alles ist Gottesdienst. Wir brauchen dann keine Formel mehr, es gibt keinen deutlichen Abstand zwischen uns selbst und unserem höchsten Potential.
Richard Moss, Der schwarze Schmetterling

 

Warum habe ich zwei Augen, wenn nicht, um dein strahlendes Bild zu schauen?
Hazrat Inayat Khan, Gayan

 

Jeder Schritt auf Deinem Pfad zieht mich näher zu Dir. Jeder Atemzug im Gedanken an Dich erfreut meinen Geist. Jeder kleinste Schimmer Deines Lächelns inspiriert meine Seele. Jede aus Liebe zu Dir vergossene Träne, Geliebter, versetzt mich in Entzücken.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

 

ZITATE GRUPPE 3 (in dieser Gruppe zusammen mit den Texten Gruppe 1 und 2 findest Du  vielleicht Deinen Leitsatz)

Der Zweck dieser ganzen Schöpfung erfüllt sich in dem Erreichen der Vollkommenheit, die ein menschliches Wesen erreichen kann. Der Zweck des Lebens wird erfüllt, indem man sich zu den größten Höhen aufschwingt und die tiefsten Tiefen des Lebens erforscht, indem man seinen Horizont erweitert, indem man das Leben in all seinen Ebenen durchdringt, indem man sich verliert, und indem man sich am Ende findet. (24) Der Daseinszweck jeder Seele ist der, nach dem die ganze Schöpfung strebt, und seine Erfüllung ist das, was Gott-Bewusstheit genannt wird.
Hazrat Inayat Khan, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

Das Herz des Bhakta ist die Wohnung Gottes. Zwar wohnt Gott ohne Zweifel in allen Wesen, aber er manifestiert sich insbesondere im Herzen des Gläubigen, der Gott glühend verehrt.
Ramakrisha, aus: Hans Torwesten, Ramakrishna

Dass du Gott brauchst, mehr als alles, weißt du allzeit in deinem Herzen; aber nicht auch, dass Gott dich braucht, in der Fülle seiner Ewigkeit dich?… Du brauchst Gott, um zu sein, und Gott braucht dich – zu eben dem, was der Sinn deines Lebens ist.
Martin Buber, Ich und Du

Oh Gott, es ist wegen deiner Sehnsucht, dass ich auf der Erde bin, und wegen meiner Sehnsucht, dass ich auferstehe.
Farid ud-din ‚Attar, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

Mögen Sie frei sein. Frei von den Umständen, frei von sich selbst, frei von Ihren  Gedanken, frei von Ihrem Bewusstsein. Mögem Sie emporgehoben sein durch die Gegenwart des Geliebten, der ebenso Ihr Selbst ist. Begreifen Sie Gott als Wir anstatt als Er. Und lassen Sie die ungeheure Weite dieser Vision die Enge Ihres Bewusstseins erschüttern, verwerfen Sie alle vorgefassten Ideen,und optischen Täuschungen, so dass Sie eins werden mit der Harmonie des Kosmos.
Pir Vilayat Khan, aus einem Brief an seine Schüler

Und mögen wir von der Göttlichen Liebe so bewegt werden, dass wir alle Wesen lieben, ohne sie zu beurteilen. Liebt sie mit der Liebe, mit der Gott sie liebt, wo Gottes Liebe Wirklichkeit wird in der wechselseitigen Beziehung zwischen Wesen. Und lasst Raum zwischen uns, Raum für Respekt, und für einen Sinn von Heiligkeit für das Wunder des Lebens, für das Wunder des Göttlichen Wesens.
Pir Vilayat Khan, aus einem Brief an seine Schüler

 

Heiligkeit ist das, was einem Menschen durch das Bewusstsein der göttlichen Gegenwart begegnet oder durch das Bewusstsein, die Pflicht zu haben, jene Heiligkeit zu beschützen, die die Essenz aller Wesen ist. Es entsteht aus dieser Erfahrung eine große Hochachtung für jedes Wesen, selbst wenn sein Handeln gänzlich unwürdig ist, denn man ist der göttlichen Gegenwart gewahr, die unter der Begrenzung leidet und dennoch immer vollkommen ist.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Wir erwachen aus unserem Standpunkt und haben Zutritt zum Denken Gottes – und erkennen dadurch, dass wir das göttliche Wesen sind. Diese Erkenntnis ist es, die unser Wesen verwandelt…Wohin man geht, bringt man diese Einstimmung, dieses Bewusstsein, diese Erkenntnis mit sich. Es ist das letzte Ziel des spirituellen Lebens. Wir sind eingeladen, dieses Werk zu vollbringen, und vielleicht ist es der Bewusstseinszustand der zukünftigen Menschheit. Wir sind auf dem Weg dorthin; und wer einmal davon gekostet hat, der erkennt, dass es allein darum geht. Es ist der Grund, warum wir geboren sind.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

 

ZITATE GRUPPE 4 (Inspirationen zum Thema Beten)

Man muss sich davor hüten, das Gespräch mit Gott… als etwas lediglich neben oder über dem Alltag sich Begebendes zu verstehen. Gottes Sprache an die Menschen durchdringt das Geschehen in eines jeden von uns eigenen Leben und alles Geschehen in der Welt um uns her… und macht es für dich und mich zu Weisung, zu Forderung…
Martin Buber, Ich und Du

Das Geheimnis, das Bewusstsein zur nächsthöheren Ebene zu erheben, liegt darin, sich auf das „Du“ zu beziehen anstatt auf das „Es“. Anstatt sich auf die Welt der Objekte zu beziehen, bezieht man sich auf eine Gegenwart. Dies ist ein magisches Wort und ein Schlüsselwort: die göttliche Gegenwart.
Pir Vilayat Khan, Der Ruf des Derwisch

Der Mensch kann Gott nur so weit erreichen, wie seine Vorstellungskraft ihn fassen kann. Mache Gott so groß und perfekt in deiner Vorstellung wie du kannst. Indem wir Gott groß machen, erlangen wir selbst eine gewisse Größe, unser Blickwinkel wird weiter, der Horizont unserer eigenen Entfaltung wird weiter. Durch Gebet, Lob, Kontemplation sollten wir uns daher Gott so groß wie möglich vorstellen.
Hazrat Inayat Khan, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

In die Gegenwart des Heiligen kommen, ist wie in das Tor zu Gott eintreten.
Hazrat Inayat Khan, Gayan

Warum sollte ich immer nur einen Ton spielen, wenn ich ein Instrument mit sieben Löchern habe? Warum sollte ich immer nur sagen: „Ich bin Er! Ich bin Er“ oder „Brahma! Brahma!“ Ich möchte verschiedene Melodien auf meinem Instrument spielen, ich möchte Gott in verschiedenen Haltungen anrufen – als Freund, als Mutter, als Kind, als Geliebte… Ich möchte fröhlich sein mit Gott. Ich will mit Gott spielen.
Ramakrishna, aus: Hans Torwesten, Ramakrishna

Anbetung ist Wissen… Die wahre Natur des Gebets besteht daher darin, Gott in Seiner Einzigartigkeit zu kennen, deren Essenz unendlich ekstatisch ist und deren Qualitäten unendlich heilig sind.
Ibn Sina, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

Der Gläubige betet nicht nur zu Gott, sondern er betet vor Gott und in der Gegenwart Gottes… Wenn die Vorstellungskraft dem Menschen geholfen hat, ihm die Gegenwart Gottes nahezubringen, wird der Gott in seinem Herzen erweckt. Dann, bevor er noch ein Wort ausspricht, wird es von Gott schon gehört. Wenn er in einem Raum betet, ist er nicht allein: Er ist dort mit Gott. Deshalb ist Gott für ihn nicht im höchsten Himmel, sondern ganz nahe bei ihm, vor ihm, und in ihm. Der Himmel ist für ihn auf Erden, und die Erde ist für ihn der Himmel.
Hazrat Inayat Khan, zitiert nach: Pir Vilayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz.

 

Bete täglich um die Fähigkeit, das Falsche in deinen Vorstellungen zu erkennen!
Prentice Mulford, Unfug des Lebens und des Sterbens (Einige praktische geistige Rezepte)

 

Jedes starke, echte Verlangen oder Gebet muß das Erbetene bringen. Menschen, die vom Mißgeschick verfolgt scheinen, können die anständigsten, die besten Menschen sein, aber sie sind “hartmäulig” an ihrer Seele; sie merken absolut nicht, wohin sie das Schicksal haben will…
Prentice Mulford, Unfug des Lebens und des Sterbens (Der Gott in dir)

 

Glück ist uns verheißen, so wir dem Herrn dienen. Liegt dieses Dienen nicht im Kleinsten…? Ist Reinlichkeit nicht der Gottähnlichkeit am nächsten?… Man kann dem Teufel oder dem Heiland im Tellerwaschen dienen. Triumphiert nicht die Hölle, wenn ich Eigelb in Spritzern auf dem Rand lasse… und auf diese Weise eine Saat kleiner Unglücke für den morgigen Tag säe?
Prentice Mulford, Unfug des Lebens und des Sterbens (Religion in unserem Tun)

 

TEXTE GRUPPE 5: GEBETE

Wir bitten, wir verlangen, dem unendlichen Bewusstsein immer näherzukommen, uns seiner Realität immer klarer bewusst zu werden. Beweise dieser Realität zu bekommen, zu lernen, wie man ihm vertrauen könne ohne Grenzen… damit wir erkennen, wie es die große Realität selbst sei, die eindringt und hilft und wirkt in den kleinsten Dingen des täglichen Lebens wie in den großen Gesetzen des Kosmos! Wir bitten, in dieser Kraft ruhend, um das Gefühl der Sicherheit des Friedens von allem Leid, Sicherheit vor Elend, Krankheit und allen Übeln, die die Menschen fürchten, so dass wir in Wahrheit sagen dürfen: Und ob ich durch das Tal der Todesschatten gehe, fürchtet meine Seele nichts.
Prentice Mulford, aus_ Unfug des Lebens und des Sterbens

 

Oh Herr,
der Du der Herr der Welt
und der Herr des Himmels bist:
Gib mir, was ich verlange.
Mich dürstet nach deiner Liebe
und nach deiner Vergebung.
Gib sie mir, ich bitte Dich.
Vergib mir alle Schuld
jetzt und immerdar
und erfülle mich mit deiner Liebe.
Ich bitte dich,
lass deine Liebe und Vergebung
mein Leben füllen bis zum Rand,
alle Mängel auffüllen,
alle Wunden heilen
und alle Schatten vertreiben.
Herr, vergib mir,
Herr, sei mit mir,
Herr, erfülle mich mit deiner Liebe
und deiner Gnade
jetzt und für immer. Amen.
Safi Nidiaye, Den Weg des Herzens gehen (Ich hatte um Geld zum Leben und Geld, um meine Schulden zu bezahlen, gebeten, und bekam dann von “oben” den Hinweis: “Ich lehre dich beten”, gefolgt von diesem Text.) 

 

Oh Gott, gib mir Licht in meinem Herzen
und Licht in meinem Sprechen
und Licht in meinem Hören
und Licht in meiner Sicht
und Licht in meinem Fühlen
und Licht in meinem ganzen Körper
und Licht vor mir und Licht hinter mir.
Gib mir, ich bitte dich,
Licht zu meiner Rechten und zu meiner Linken
und Licht über mir und Licht unter mir.
Oh Gott, verstärke das Licht in mir
gib mir Licht und erleuchte mich!
Das Lichtgebet Mohammeds 

 

Großer Geist, dessen Stimme
ich in den Winden vernehme
und dessen Atem der ganzen Welt Leben spendet,
erhöre mich!
Ich trete vor dein Angesicht
als eines deiner vielen Kinder.
Ich bin klein und schwach,
ich brauche Deine Kraft und Deine Weisheit.
Lass mich in Schönheit wandeln
und meine Augen immer den purpurroten Sonnenuntergang schauen.
Mögen meine Hände die Dinge achten,
die Du geschaffen hast,
und meine Ohren Deine Stimme hören!
Mach mich weise, damit ich die Dinge erkennen kann,
die Du uns gelehrt hast,
die Lehre, die Du in jedem Blatt und jedem Felsen
verborgen hast.
Ich sehne mich nach Kraft,
nicht um meinen Brüdern und Schwestern überlegen zu sein,
sondern um meinen größten Feind – mich selbst –
bekämpfen zu können.
Mache mich stets bereit, mit reinen Händen und aufrichtigen Augen zu Dir zu kommen,
damit mein Geist,
wenn mein Leben wie die untergehende Sonne entschwindet,
zu Dir gelangen kann,
ohne sich schämen zu müssen.
Ein Gebet der Sioux-Indianer

 

Oh Mutter,
Mutter des Weltalls
und Mutter der allerkleinsten Lebewesen:
aus Dir sind wir hervorgegangen,
zu Dir werden wir zurückkehren,
und in Dir sind wir auf ewig geborgen,
denn das All ist Dein Leib.
Oh Strahlende, Herrliche,
Sternengöttin, Himmelskönigin:
im Glanz der Sterne und Sonnen
und im Dunkel der Nacht
erblicken wir Deine Schönheit,
Deinen Zauber, Dein Geheimnis.
Oh Schöpferin und Zerstörerin,
die ganze Schöpfung ist Dein Spiel.
Gnadenreiche Mutter voll Erbarmen,
in Deinen Armen finden wir Zuflucht,
in Deinem Herzen Verständnis
und Frieden in Deinem Schoß.
Möge das Licht Deiner Liebe
die Wolken unserer Missverständnisse durchdringen,
so dass wir lachen können
mit Dir.
Gebet von Safi Nidiaye

 

Lob sei Dir, allerhöchster Gott,
allmächtig, allgegenwärtig, allesdurchdringend,
der einzig Seiende.
Nimm uns in Deine elterlichen Arme,
und hebe uns empor aus der Erdenschwere.
Deine Schönheit beten wir an, und Dir ergeben wir uns willig.
Gnadenreicher und barmherziger Gott,
höchstes Ideal der ganzen Menschheit,
Dich allein beten wir an, und Dir allein gilt unser Sehnen.
Öffne unsere Herzen Deiner Schönheit,
erleuchte unsere Seelen mit göttlichem Licht.
O Du, der du bist die Vollkommenheit der Liebe, der Harmonie
und der Schönheit!
Allmächtiger Schöpfer und Erhalter,
Richter und Verzeiher unserer Unvollkommenheiten,
Herr und Gott des Ostens und des Westens,
der Welten über uns und unter uns,
der sichtbaren und der unsichtbaren Wesen:
Gieße aus über uns Deine Liebe und Dein Licht,
gib Nahrung unserem Körper, unserem Herzen, unserer Seele;
gebrauche uns für das Ziel, das Deine Weisheit erwählt,
und führe uns auf den Pfad Deiner göttlichen Güte.
Ziehe uns näher zu Dir hin in jedem Augenblick unseres Lebens,
bis in uns sich widerspiegelt Deine Gnade, Deine Herrlichkeit,
Deine Weisheit, Deine Freude und Dein Friede.
Amen.
Gebet „Saum“ von Hazrat Inayat Khan

 

Oh Du, der Du bist die Vollkommenheit
der Liebe, der Harmonie und der Schönheit,
Herr des Himmels und der Erde,
öffne unser Herz, so dass wir Deine Stimme vernehmen,
die stets in unserem Innern erklingt.
Enthülle uns Dein göttliches Licht,
das in unserer Seele verborgen ist,
damit wir das Leben besser erkennen und verstehen.
Gnadenreicher und barmherziger Gott,
gib uns Deine große Güte;
lehre uns Dein liebevolles Verzeihen;
hebe uns über die Unterschiede und Grenzen,
die die Menschen voneinander trennen;
sende uns den Frieden Deines göttlichen Geistes,
und vereinige uns alle in Deinem vollkommenen Sein.
Amen.
Gebet „Khatum“ von Hazrat Inayat Khan

 

(Anmerkung: Es empfiehlt sich, die beiden vorstehenden Gebete im Wechsel zu sprechen und nicht immer nur das eine, da eines stark Yang und das andere stark Yin ist)

 

Geliebter Herr, allmächtiger Gott!
Durch die Strahlen der Sonne,
durch die Wellen der Luft,
durch das alldurchdringende Leben im Weltall,
reinige und erneuere mich,
und, ich bitte Dich,
heile mir Körper, Herz und Seele.
Amen.
Heilungsgebet (Nayaz) von Hazrat Inayat Khan

 

Herr, mache mein Herz
zu deinem Heim!
Aus dem Hanuman Chalisa (Hindu-Gebet an Hanuman)

 

Vater unser im Himmel.
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Das ist die uns bekannte Übersetzung des Gebets, das Jesus uns hinterlassen hat. Hier ist eine andere Interpretation des aramäischen Originaltexts (Abwun d’bwaschmaja), die ich im Internet entdeckt habe und sehr schön finde:

 

Oh Du, atmendes Leben in allem,
Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns,
selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern.
Hilf uns einen heiligen Atemzug zu atmen,
bei dem wir nur Dich fühlen – und Dein Klang in uns erklinge und uns reinige.
Lass Deinen Rat unser Leben regieren
und unsere Absicht klären für die gemeinsame Schöpfung.
Möge der brennende Wunsch Deines Herzens
Himmel und Erde vereinen durch unsere Harmonie.
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen:
Das Notwendige für den Ruf des wachsenden Lebens.
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden,
hilf uns loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen,
sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
Aus Dir kommt der allwirksame Wille,
die lebendige Kraft zu handeln,
das Lied, das alles verschönert
und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.
Wahrhaftige Lebenskraft diesen Aussagen!
Mögen sie der Boden sein, aus dem all meine Handlungen erwachsen.
Amen.
(leicht gekürzt und an einer Stelle geändert: aus „wie wir loslassen“ habe ich „hilf uns loslassen“ gemacht)